Montag, 30 Juni 2003 | 38.27.181

Neuhardenberg : Ausser Spesen nichts gewesen

Noch 20 Tage ... vom Aufstand bis zum Widerstand

Politik findet nicht statt, insbesondere nicht Wirtschaftspolitik; bezeichnenderweise, typisch, symptomatisch ... war denn auch die eigentlich wichtigste Figur in diesem Spiel,

der BundesArbeitsMarktWirtschftsMinister, weder bei der Pressekonferenz in Neuhardenberg zugegen, noch hat er sich sonst inzwischen massgeblich zu Wort gemeldet;

statt dessen 'nur' der Bundeskanzler, der zwar gelegentlich Entscheidungen trifft, so genannte 'Basta'Entscheidungen, aber keine Richtlinien bestimmt, geschweige denn fuer irgend etwas die Verantwortung traegt,

und der BundesFinanzMinister, der moeglicherweise ein guter Oberbuchhalter ist, im Grunde genommen aber kein Politiker;

wem Gott ein Amt gibt, dem sagt er nicht unbedingt auch, was Politik ist, und wie man das macht, oder was Demokratie ist, und wie man das macht;

das heisst also wiedermal: ausser Spesen nichts gewesen.


Noch 20 Tage ... bis zum Widerstand ! Die Bombe tickt !
| Seite drucken

Sonntag, 29 Juni 2003 | 38.26.180

Die Steuerreform wird vorgezogen

Noch 21 Tage ... - vom Aufstand bis zum Widerstand !

Mein Gott, Gerhard !

solange man hanebüchene Milchmädchenrechnungen zum Maßstab für die Wirtschafts-Politik wie für die Finanz-Politik macht, wird nichts vorangehen;

es nutzt nichts, die Milch einfach umzurühren; wenn man mehr Milch haben will, hilft nicht mehr melken, sondern mehr Kühe anschaffen, investieren, finanzieren ...;

es ist eben nicht einfach nur tragisch, sondern schwachsinnig, geisteskrank, bzw. echt kriminell, daß die Führung einer Partei es weder sich selbst noch der Partei erspart,
sich selbst ad absurdum zu führen, zu Lasten und auf Kosten des Volkes;

es gibt in diesem Reform-Paket nicht den geringsten Ansatz für (qualitativ) bessere Leistung oder wenigstens für (quantitativ) mehr Leistung;

folglich kann das weder Stabilität oder Konsolidierung bringen, im Sinne einer positiven, sich selbst tragenden Balance,

noch Aufschwung, Belebung oder gar Wachstum;

das ist alles nur ein einziger dekadenter Abschwung, das ist absurd, das ist Mord !


noch 21 Tage ... - vom Aufstand bis zum Widerstand !

die Bombe tickt ! - der Countdown läuft !
| Seite drucken

Samstag, 28 Juni 2003 | 38.26.179

Noch 22 Tage

... vom Aufstand bis zum Widerstand !


Ich leiste Widerstand,
weil dieses unser Land,
weil wir, das Volk ...

nur noch von Arschlöchern und Arschgeigern bzw. Arschkriechern und Arschfickern
be-herrscht und verwaltet werden

und das per saldo und tendenziell auf etwas Ähnliches hinausläuft wie 1933

und das z.Z. auch so absehbar ist wie 1944;


Noch 22 Tage ... vom Aufstand bis zum Widerstand !
Die Bombe tickt - der Countdown läuft !
| Seite drucken

Freitag, 27 Juni 2003 | 38.26.178

Instrumente und Usancen krimineller Politik

noch 23 Tage


Erst keine sinnvolle Finanzpolitik, das Kapital wandert ab, ins Ausland; dann kommt der Finanzminister auf die Idee: wir machen eine Amnestie - und schwups ist das Geld wieder da;

vom


natürlich glaubt niemand, daß diese Rechnung aufgehen würde; sie ist ein Musterbeispiel dafür, nach welchen Ritualen die politische Klasse ihr Geschäft, ihre Scheingefechte betreibt;

Aufstand


so ähnlich ist das auch mit der so genannten Schwarzarbeit: erst weder sinnvolle Wirtschafts- und ArbeitsMarktPolitik, die Wirtschaft wandert ab, u.a. in diese Schwarzarbeit,

bis zum


und dann kommt der ArbeitsMarktWirtschaftsMinister auf die Idee: wir verbieten die Schwarzarbeit - und schwups ist die Wirtschaft wieder da, und die Arbeitsplätze, und dazu noch jede Menge Steuern; das ist ja dann das reinste Paradies;

Widerstand


das Prinzip ist immer das gleiche: erst geht das, was den Spaß an und in der Politik ausmacht, an den Interessen und Wünschen des Volkes vorbei, bis zum geht-nicht-mehr, und dann die Therapien und Rezepte an den eigentlichen Ursachen und Gründen.

die Bombe tickt
| Seite drucken

Donnerstag, 26 Juni 2003 | 38.26.177

Rückkehr zur 40-Stunden-Woche

noch 24 Tage

Grotesk ist ..., daß beispielsweise der Rainer Brüderle die Rückkehr zur 40-Stunden-Woche fordert, weil 'wir unseren Wohlstand nur halten können, wenn wir wieder mehr arbeiten';

vom

abgesehen davon, wer da nur durch wessen Mehrarbeit seinen Wohlstand halten kann: man kann davon ausgehen, daß selbst die Rückkehr zur 41-plus-Stunden-Woche kein Problem wäre, wenn,

Aufstand

verdammt nochmal, endlich eine sinnvolle, professionelle ArbeitsMarktWirtschaftsPolitik derart gemacht würde, daß wieder jeder soviel arbeiten und Geld verdienen kann,

bis zum

wie er nach seinen persönlichen Verhältnissen und Vorstellungen glaubt haben zu müssen, um sein Leben selbstbestimmt einigermaßen berechenbar und planbar gestalten zu können;

Widerstand

und noch grotesker ist ..., daß generell und konzeptionell Politik für Ausbildungsplätze nicht stattfindet, weder quantitativ noch qualitativ, d.h. im Interesse eines vorausschauenden, notwendigen, attraktiven, zeitgemäßen Ausbildungsplatzangebots.

der Countdown läuft

| Seite drucken

Mittwoch, 25 Juni 2003 | 38.26.176

Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft

Noch 25 Tage ... vom Aufstand bis zum Widerstand - DIE BOMBE TICKT !

An die Arbeit ! so die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, die ihren 3. Berliner Kongreß veranstaltet und sich schon seit Jahren bemüht, de Abwärtstrend zu bremsen bzw. umzukehren;

es ist absehbar, daß sich daran auch weiterhin nichts ändern wird; solcher Art Veranstaltungen sind ein Musterbeispiel für den Mißbrauch der Defizite an professioneller Politik;

was soll das, eine Pateitagsrede einer Vorsitzenden, die Kompetenz mit der Konsequenz zu verwechseln scheint, mit der sie sich weigert, wenigstens vor einem solchen Auftritt mal zum Friseur zu gehen und sich wenigstens andeutungsweise modisch zu kleiden ?

was soll das, daß sich da Leute treffen, die durchaus etwas bewegen könnten, und die sich dann doch wiederum von dem Geschwätz des BundesArbeitsMarktWirtschaftsMinisters einlullen lassen ?

unser einziges Problem ist, daß verfassungsgemäße, demokratische politische Führung konsequent immer mehr verhindert und substituiert wird durch Subsidiaritätsgefasel, Kommissionen, Konvente etc.,

und daß eine effiziente Verwaltung in den Vorstellungen der Exekutive gar nicht mehr vorzukommen scheint bzw. einfach ersatzlos gestrichen wird unter der Vorgabe 'Bürokratieabbau' .


Noch 25 Tage ... vom Aufstand bis zum Widerstand - DIE BOMBE TICKT !
| Seite drucken

Dienstag, 24 Juni 2003 | 38.26.175

Professor Paul Kirchhof für familien-freundlichere Politik

24. Juni : noch 26 Tage ... vom Aufstand bis zum Widerstand

Professor Paul Kirchhof, der z.Z. an einer steuergesetzlichen Neuordnung arbeitende frühere Bundesverfassungsrichter, strebt damit nicht zuletzt eine familien-freundlichere Politik an;

er ist der Meinung, daß allein schon dann viel für eine sinnvollere Politik getan würde, wenn die Damen und Herren legislative und exekutive Politiker abends nach Hause gingen

und von einer Schar Kinder begrüßt würden bzw. sich im Laufe der Zeit mit den Problemen einer heranwachsenden Jugend auseinandersetzen müßten;

diese Gedanken treffen in der Tat einen kritischen Punkt unseres verfassun gsmäßigen politischen Systems:

es wäre in der Tat in diesem Zusammenhang ein wichtiger, wesentlicher Schritt zur Verbesserung,

wenn Homosxuelle auf politische Ämter verzichten würden;

selbst das Amt eines Partei-Vorsitzenden verträgt sich weder natur- noch verfassungsgemäß mit Aufgaben, Herausforderungen, Pflichten, Verantwortung ... eines demokratischen Politikers

- es sei denn das einer Partei ganz speziell für Homosexuelle.


Noch 26 Tage ... vom Aufstand bis zum Widerstand - der Countdown läuft


| Seite drucken

Montag, 23 Juni 2003 | 38.26.174

Ein Unglück kommt selten allein

23. Juni : noch 27 Tage ... vom Aufstand bis zum Widerstand

Natürlich ist es mehr oder weniger Glücksache, wie Abstimmungen und Wahlen ausgehen; insofern ist es, en gros, ein Unglück, daß ein Volksverdummer wie Gerhard Schröder Bundeskanzler ist,

einer, der weder führen kann noch will, und auch sonst keine Ahnung von Verfassung, Demokratie und Menschenrechten sowie von professionellem politischen Handeln hat;

manchmal denkt man, innerhalb eines Ganzen gleicht sich das irgendwie aus; in dieser Bundesregierung gleicht sich aber nichts aus, sondern addiert, wenn nicht potenziert sich alles;

so ist es denn zusätzlich ein Unglück, daß ausgerechnet so ein Dummschwätzer wie Wolfgang Clement nicht nur Bundesminister für Wirtschaft, sondern auch noch Super-Minister für Arbeit ist;

und als wäre das nicht alles schon schlimm genug, ist dann auch noch ein Geisteskranker wie Hans Eichel Finanz-Minister, obwohl der nicht mal richtig Buchführung kann.


Noch 27 Tage ... vom Aufstand bis zum Widerstand - DIE BOMBE TICKT !
| Seite drucken

Sonntag, 22 Juni 2003 | 38.25.173

Rote Karte für Green Card Besitzer

Inzwischen sind durchschnittlich mehr Green Card Besitzer arbeitslos als es dem Durchschnitt des allgemeinen Arbeitsmarktes entspricht;

die wenigen Bereiche, in denen der Arbeitsmarkt halbwegs stabil bleibt oder in Teilbereichen sogar noch zulegt,

sind diejenigen, die sich mit der Organisation und Verwaltung der Arbeitslosigkeit und der diesbezüglichen Markt- und Berufs-Forschung befassen, der Statistik, also der grauen Theorie ...,

sowie diejenigen, die über diesen ganzen Schwachsinn reden statt zu handeln, die endlos diskutieren und streiten bis zum geht nicht mehr,

inclusive also der eigentlich verantwortlichen Politiker, einer immer größeren Zahl von Experten und Kommissionen,
Talk-Shows, Medien ...;

als politische Aufgabe, Pflicht und Verantwortung wird Wirtschaftspolitik, also Politik 'für' Unternehmer und Arbeitnehmer von der politischen Führung offensichtlich nicht mehr wahrgenommen.
| Seite drucken

Samstag, 21 Juni 2003 | 38.25.172

Dieser Heck-Meck mit dem Dalai Lama

Nach der 'Königin der Herzen' jetzt : die 'Ratschläge des Herzens'

- ein weiteres Kapitel aus der Serie: am besten, leichtesten ...,
aber auch erfolgreichsten, publikumswirksamsten ...
redet es sich, wenn man keine Ahnung von Tuten und Blasen hat

und solange es einem gelingt, aus dem Schatten der grauen Theorie möglichst
nicht herauszutreten, nicht zu handeln, nichts in die Praxis umsetzen zu müssen,
und noch dazu eine hervorragende, repräsentative Alibi-Funktion erfüllt.
| Seite drucken

Freitag, 20 Juni 2003 | 38.25.171

Wird die vorgezogene Steuerreform die Wirtschaft ankurbeln ?

Das kann doch gar nicht sein ! weil : es ist ja gar nicht so, daß es daran läge, daß kein Geld da wäre ...;

das Problem ist, daß grundsätzlich die politische Führung völlig unfähig, im Grunde genommen ja aber auch gar nicht bereit und willig ist,

diejenigen, die Geld haben dazu zu bringen, dieses Geld auch auszugeben bzw. so auszugeben, daß es die basics in Wirtschaft und Arbeitsmarkt fördert, in Bewegung hält, ausbalanciert.



| Seite drucken

Donnerstag, 19 Juni 2003 | 38.25.170

Zwischen 'Aufstand' und 'Widerstand'


17. Juni : 33 Tage ... zwischen Aufstand und Widerstand

Was da allein in den letzten Tagen wieder auf Parteitagen und Sonderparteitagen etc. in Bochum, Cottbus, Halle ... an politischem Schwachsinn über die Mikrofone und Mattscheiben gerauscht ist,

und in den Talk-Shows von Bresser und Presse-Club bis Illner und Christiansen an ebenso demokratischem wie publizistischem Schwachsinn und Willkür verbrochen worden ist,

und im Zusammenhang mit bestimmten Beerdigungen an Heuchelei, Doppelzüngigkeit und Selbstgerechtigkeit verbreitet worden ist,

das geht wiedermal nicht auf die sprichwörtliche Kuhhaut; erst haben Polit-Kriminelle das Land in die Katastrophe geführt

und jetzt glauben die Naiven, sie könnten da wieder herausfinden;

so kommt Deutschland mit Sicherheit da nicht wieder heraus - und ohne Leute wie Jürgen W. Möllemann schon gar nicht.


18. Juni : noch 32 Tage ... vom Aufstand bis zum Widerstand

Es ist unbeschreiblich, mit welch kriminellem Stumpfsinn die politische Führung die ihr nach der Verfassung obliegenden Pflichten ignoriert, von Verantwortung gar nicht zu reden

und mit welch korrupter Skrupellosigkeit die Intelligenz im übrigen diese Dinge nicht etwa hilflos sondern absichtlich geschehen läßt und ihre jeweiligen Vorteile daraus zieht;


Kardinal Lehmann kritisiert, daß Sex and Crime zum bevorzugten Schmieröl geworden sei: das liegt aber doch gerade nur daran, daß (u.a.) die Kirchen kein geeigneteres
zur Verfügung stellen;


der für Wirtschaft und Arbeit zuständige Minister schlägt vor, die Feiertage abzuschaffen - als ob an solchen Tagen nicht auch gearbeitet und keine Wirtschaft stattfinden würde;


dem Bundespräsidenten mißfällt, was Spitzen-Manager verdienen

- alles Vorstellungen und Vorschläge, die nichts, aber auch rein gar nichts mit professioneller Politik zu tun haben.


19. Juni : noch 31 Tage ... vom Aufstand bis zum Widerstand

Paradox ist ..., wenn die gewaltengeteilte politische Führung, die objektiv und praktisch nichts anderes betreibt als organisierte Kriminalität,

bestimmte andere Bereiche des gesellschaftlichen Lebens und Geschehens als 'organisierte Kriminalität' bezeichnet und vorgibt, diese bekäpfen zu wollen,

wobei ihr das, in der Natur der Sache liegend, genau so wenig gelingt,

wie sie durch Selbsterkenntnis zu eigener Besserung, Läuterung, Reue oder gar Buße und Genugtuung findet, im Gegenteil:

durch das kriminelle Verhalten der politischen Führung, gewissermaßen die öffentlichrechtliche Kriminalität ...

wird erst der Boden bereitet für die ansonsten mehr oder weniger organisierte, gewissermaßen also privatrechtliche Kriminalität;

es ist unfaßbar, was für einen chaotischen, mörderischen, versoffenen, verkoksten ... Scheißstaat diese hirnverbrannte politisch Führung in den letzten Jahren aus diesem unserem 'Good Old and Made in Germany' gemacht hat

- und sowas will dann auch noch Verantwortung für Europa und sonstwo in der Welt übernehmen ... (???)
| Seite drucken

Mittwoch, 11 Juni 2003 | 38.24.162

Die Politik der israelischen Regierung
- eine spezielle Form des Schwachsinns

Es tut mir wirklich sehr leid, das so sagen zu müssen, aber :
objektiv kann kein Zweifel daran bestehen, daß das so nicht nur nicht geht, sondern einfach völlig hirnverbrannter Schwachsinn ist;

ich biete Freundschaft an, Beratung und Hilfe, ich wäre bereit, in einer Art Lotsenfunktion durch die Untiefen und Klippen dieser Entwicklung zu führen.
| Seite drucken

Dienstag, 10 Juni 2003 | 38.24.161

Mit Kanonen auf Spatzen schießen ...

ist eine Sache, vor allem wenn die Spatzen dann auch wirklich getroffen bzw. die Probleme gelöst werden;

wie muß man demgegenüber einordnen, daß die Israeli mit mehreren Kampfhubschraubern angeblich gezielte Raketenangriffe durchführen, mehrere Raketen abfeuern, weil sie eben auch einen bestimmten Mann treffen wollen,

auf einer belebten Hauptstraße,
im entscheidenden Moment aber daneben schießen, mit der Folge, daß zig völlig unbeteiligte mehr oder weniger schwer verletzt oder gar getötet werden.
| Seite drucken

Montag, 09 Juni 2003 | 38.24.160

ceterum censeo . . .

Das Beste wäre ...,
Guido Westerwelle würde jetzt sofort seine Parteiämter niederlegen und sich ganz
aus der Politik zurückziehen;
das würde ihm sämtliche weiteren Peinlichkeiten so halbwegs ersparen;

Westerwelle kann mit der FDP nichts mehr werden
- und die FDP nichts mehr mit Westerwelle.



| Seite drucken

Sonntag, 08 Juni 2003 | 38.23.159

Terror am Hindukusch

Nehmen wir doch mal an, Militär, militärisches Eingreifen, vielleicht sogar Krieg ... seien aus dieser unserer Welt nicht hinwegzudenken,

dann führt das zu dem Komplex, daß 'Krieg die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln' sei;

dann bliebe aber immer noch die spannende Frage, wann, an welchem (Zeit)Punkt, in welchem (Entwicklungs)Stadium ...
setzt diese Fort-setzung ein, woran bindet sie sich an ?

es kann doch nicht sein, daß gewissermaßen 'von Null auf Hundert' Deutschland am Hindukusch verteidigt werden muß,

praktisch übergangslos, also ohne daß vorher Politik stattgefunden hat, und ja auch jetzt nicht stattfindet.


ceterum censeo : das Beste wäre, Guido Westerwelle legte sofort alle Parteiämter nieder und zöge sich ganz aus er Politik zurück; das würde ihm sämtliche weiteren Peinlichkeiten halbwegs ersparen; Westerwelle kann mit der FDP nichts mehr werden, und die FDP nicht mehr mit ihm.
| Seite drucken

Samstag, 07 Juni 2003 | 38.23.158

Die Serie der Bus-Unglücke reißt nicht ab

Irgendwo ist immer die schwächste, die anfälligste Stelle, im schlimmsten Fall die Soll-
Bruchstelle, wenn's bergab geht, allgemein, mit der Kondition, egal ob als (menschlicher) Körper, als (wirtschaftliches) Unternehmen, als (gesellschaftlicher) Staat;

die Wirtschaft, die Gesellschaft, der Staat, wenn nicht der Globus ... stehen am Rande des Zusammenbruchs, aber keiner von denjenigen, die Verantwortung tragen, will das wahrhaben, geschweige denn, der Verantwortung entsprechend handeln;

Zahlen, Daten, Fakten ... taugen offensichtlich nur für publizistische, wenn nicht einfach
(Talk)Show-Effekte,

und so wird wahrscheinlich auch die zunehmende Zahl der Busunfälle bzw. regelrechten Unglücke nicht als sichtbares Zeichen dafür gesehen, daß dieser unserer Staat personell wie technisch nicht mehr zurechnungsfähig, nicht mehr einsatzbereit ist.


ceterum censeo : das Beste wäre, Guido Westerwelle legte jetzt sofort alle Parteiämter nieder und zöge sich ganz aus der Politik zurück; das würde ihm sämtliche weiteren Peinlichkeiten so halbwegs ersparen; Westerwelle kann mit der FDP nichts mehr werden, und die FDP nicht mehr mit ihm.



| Seite drucken

Freitag, 06 Juni 2003 | 38.23.157

Arbeitslosenmarktzahlen

Monat für Monat wird uns dieses schier unbeschreibliche Schauspiel geboten, das seit dem Wechsel von Jagoda zu Gerster weder an Unterhaltungswert noch an Hoffnungswert gewonnen hat:

die Präsentation, Interpretation und Kommentierung der neuesten Zahlen, Daten, Fakten ... vom so genannten Arbeitsmarkt;

wobei die Zahlen ja eigentlich mehr oder weniger immer dieselben sind, zumindest sind sie immer gleich schlecht,

und das einzig Spannende, wenn man so will, ist, mit welcher Originalität und welchem Einfallsreichtum einerseits die praktisch minimalen Aufs und Abs differenziert und kommentiert werden

und andererseits über die Einfallslosigkeit hinweggetäuscht werden soll, mit der an den Ursachen und Voraussetzungen der Arbeitslosigkeit einfach nichts geändert wird;


ceterum censeo : das Beste wäre, Guido Westerwelle legte jetzt sofort alle Parteiämter nieder und zöge sich ganz aus der Politik zurück; das würde ihm sämtliche weiteren Peinlichkeiten so halbwegs ersparen; Westerwelle kann mit der FDP nichts mehr werden, und die FDP nicht mehr mit ihm.
| Seite drucken

Donnerstag, 05 Juni 2003 | 38.23.156

Zum Tod von Jürgen W. Möllemann

Erschüttert, fassungslos ... muß man immer mal wieder zur Kenntnis nehmen, daß selbst Kommunikationskünstler in Situationen geraten können, in denen sie keinen Ausweg mehr sehen und mit niemandem mehr sprechen wollen, weil sie es als aussichtslos, nutzlos, sinnlos ... ansehen;

trotzdem muß man zunächst berücksichtigen, daß solche Fälle von der göttlichen Vorsehung umfaßt werden und daher als Einzelfall unvermeidlich sind;

insofern verbietet sich die Frage, ob oder wie sich das hätte verhindern lassen, wie auch immer un-glück-liche Verkettungen und Verwicklungen gelaufen sind oder gar, wer eventuell dran schuld ist

- soweit nicht eventuell doch unmittelbare, absichtliche, absichtsvolle, vorsätzliche Einwirkungen vorliegen, Erpressung, Sabotage, oder ein glatter Mord; das perfekte Verbrechen ?

gleichwohl läßt sich die Entwicklung als solche, die dazu geführt hat, natürlich nachvollziehen;


Möllemann ist, unabhängig davon, wie er nun tatsächlich ums Leben gekommen ist, das Opfer eines, wie man eben jetzt weiß fatalen Irrtums - oder auch mehrerer, je nachdem, wie man das differenziert oder als Komplex ansieht:

Möllemann hat geglaubt, er lebe in einer Demokratie und sei Mitglied einer Partei, die zumindest immer so tut, als habe sie den Liberalismus und die Menschenrechte und eben die Demokratie erfunden und auch gleich für sich gepachtet;

davon ist die FDP aber in ihrer heutigen Gestalt und in der Wirklichkeit genau so weit entfernt, wie die anderen Parteien

und, zusätzlich, wie beispielsweise die angeblich christlichen Parteien von der christlichen Nächstenliebe

oder die angeblich sozialen Parteien vom sozialen Staat.


Möllemann ist das Opfer von Leuten, die immer wieder glauben, sie könnten die Idee der Demokratie nach eigenem Belieben und ungestraft mißbrauchen zur Verbreitung ihrer mehr oder weniger verschrobenen Ansichten und Meinungen, oder gar im Interesse ihres persönlichen Fortkommens,

die sich aber de facto für die Anwendung des Prinzips Demokratie, für entsprechendes Handeln und Umsetzen nicht wirklich einsetzen, geschweige denn, sie bei entsprechender Toleranz und Integrationsbereitschaft praktizierten,

d.h. denjenigen, denen die Partei die Führung anvertraut bzw. denjenigen, die zumindest eine geistige Führerschaft beanspruchen, bis hin zu den Ikonen wie Hildegard Hamm-Brücher,

die also immer gerade dann, wenn's spannend wird, wenn's drauf ankäme ..., entweder umschalten auf das Prinzip Macht, oder zumindest einer undefinierbaren Legitimation - oder nach Hause gehen bzw. aus der Partei austreten;

- so wie, nebenbei bemerkt, auch dieser EU-Konvent eben nicht genutzt wird, um Kraft und Stärke des 'alten' Europa souverän zu nutzen, Nutzen mehren ... im Interesse der Demokratie,

sondern um die überkommenen Macht und Herrschaftsstrukturen möglichst unbeschadet und uneingeschränkt in das 'neue' bzw. größere Europa hinüber zu retten und möglichst noch auszubauen und aus-zu-nutzen.

cont'd


ceterum censeo : das Beste wäre, Guido Westerwelle legte jetzt sofort seine Parteiämter nieder und zöge sich ganz aus der Politik zurück; das würde ihm sämtliche weiteren Peinlichkeiten so halbwegs ersparen; Westerwelle kann mit der FDP nichts mehr werden, und die FDP nicht mit ihm.
| Seite drucken

Mittwoch, 04 Juni 2003 | 38.23.155

Verarmung, Verwahrlosung, Verrohung ...

Es ist allmählich unbeschreiblich - und nur deshalb tut bzw. versucht es wohl auch niemand - in wechem Zustand sich dieses unser Land befindet und wohin das eigentlich noch führen soll,

wobei auch nicht ganz klar ist, was da alles zusammenkommt bzw. was eigentlich schlimmer ist:

die unmittelbare, materielle Verarmung des einen, eben ärmeren Teils der Bevölkerung,

oder die geistige, intellektuelle Verwahrlosung des anderen, eben wohlhabenderen Teils der Bevölkerung

oder die allgemeine, sittliche, kulturelle Verkommenheit und Verrohung ?

ein immer größer werdender Teil ..., die einen ... wissen nicht mehr, wie sie in ihrer Verzweiflung den alltäglichen Stumpfsinn noch abtöten und überleben sollen

und die anderen wissen nicht, wie sie in ihrem Übermut und Promigehabe auch den letzten Rest von Verstand in sich abtöten und die Zeit vertreiben sollen;

das Land als solches, die vitalen Kräfte ... sind in einem derart desaströsen Zustand, daß einfach nichts mehr geht;

es stimmt einfach nicht, daß wir, im Prinzip, eine wirtschaftliche oder gar nur eine konjunkturelle Schwäche hätten,

sondern wir haben bereits einen völligen Zusammenbruch des unternehmerischen und arbeitnehmerischen Dystems inclusive der Substanz (s. Deutsche Bahn AG),

und zwar nicht per se, sondern als Folge (!) des Tuns und Unterlassens einer völlig hirnverbrannten, geistig pervertierten politischen Führung,

die, statt soziale Probleme möglichst nicht entstehen zu lassen bzw. sie gegebenenfalls zu lösen,
skrupellos bereits erreichte und als unmkehrbar angesehene Errungenschaften abbaut.
| Seite drucken

Dienstag, 03 Juni 2003 | 38.23.154

Kollateralschaeden der politischen Fuehrung

Der Chef der Wirtschaftsweisen, Professor Wolfgang Wiegand, weist darauf hin, dass Streiks Arbeitsplaetze kosten, z.B. die der IG Metall zur Durchsetzung der 35-Stunden-Woche in Ostdeutschland,

und zieht daraus die Schlussfolgerung, dass die IG Metall also de facto fuer (hoehere) Arbeitslosigkeit streikt;

so richtig das auf den ersten Blick bzw. auf der einen Seite ist, ganz abgesehen davon, dass das eine fuer einen Wissenschaftler durchaus logische Konsequenz ist,

so sehr ist das auf der anderen Seite eben nur die halbe Wahrheit, die sich erfahrungsgemaess aber leider voll und ganz, also zu 100 Prozent aus dem Zusammenhang reissen und missbrauchen laesst;

in ihrem Kern richten sich die Streiks natuerlich nicht gegen Beschaeftigung bzw. Beschaeftigte ...,

sondern gegen die Defizite, Unterlassungen, Versaeumnisse ... der politischen Fuehrung, d.h. dagegen, dass Politik fuer Beschaeftigung bzw. Beschaeftigte, fuer Unternehmung bzw. Unternehmer, eben fuer Wirtschaft ... im eigentlichen Sinne nicht stattfindet,

die Streiks sind also in ihrem Kern ein Aufschrei, und zwar nicht nur wegen unterlassener 'Hilfe'-Leistung,

sondern wegen der Unterlassung, wegen praktisch vorsaetzlicher Verweigerung der Hauptleistung dieses verfassungsmaessigen Vertrages zwischen der Gesellschaft bzw. dem Volk und der politischen Fuehrung;

m.a.W.: es ist eine ebenso groteske wie grausige Tatsache, dass unsere politische Fuehrung unentwegt und voellig unbekuemmert kokettiert

mit ihrer Unfaehigkeit und Unwilligkeit, verfassungsgemaess, demokratisch und professionell Politik zu machen,

und die Defizite und Misserfolge in Bezug auf den fehlenden Auftrieb und Aufschwung in der Wirtschaft bzw. auf dem Arbeitsmarkt

bzw. das, was sowohl Unternehmer als auch Arbeitnehmer an materiellen wie auch immateriellen Schaeden erfahren und erleiden,

gewissermassen als unvermeidliche Kollateralschaeden ansieht und darstellen bzw. dem Volk verkaufen will.


| Seite drucken

Montag, 02 Juni 2003 | 38.23.153

George W. Bush : eine Klasse für sich

Über allen Gipfeln ist Ruh' - die Ruhe der einsamen Entschlüsse;

jede Menge Gipfel: Zweier, Dreier bis Achter Gipfel - und George W. schwebt irgend wie über allem und allen:

gestern ein bißchen Auschwitz in Polen, heute ein bißchen Oper in Sankt Petersburg, morgen ein bißchen Wasser in Evian, übermorgen ein bißchen Frieden in Nah-Ost ...;

und wie das so ist in der großen und der kleinen Politik:

statt froh zu sein, daß wenigstens einer so halbwegs weiß, was er will, und auch noch die Verantwortung dafür trägt,

raufen sich sofort andere 'Ich möchte auch gerne ein großer Politiker sein' zusammen und bauen Gegenpositionen und Oppositionen auf,

im eigenen Interesse, und vergessen dabei ihre Pflichten, geschweige denn die Verantwortung;

und unser Angela macht inzwischen Kniefälle vorm Papstund sagt dann auch prompt: wer in der CDU ist und/oder gar CDU-Politiker sein will, der muß auch Christ sein ????

was, um Gottes willen, hat denn verfassungsgemäß, demokratisch und professionell Politik zu machen damit zu tun, von welchem Boden aus man das macht ?

sowas macht die Wahl zwischen SPD und CDU wiedermal zur Wahl zwischen Pest und Cholera.



| Seite drucken

Sonntag, 01 Juni 2003 | 38.22.152

Etappensieg für Schröder ?
- oder 'Geordneter Rückzug' für die SPD ??

Es ist schon ein Phänomen, ein Faszinosum, es ist grotesk bzw., es ist der vielzitierte Treppenwitz der Weltgeschichte:

der Tanker fährt unbeirrt und unaufhaltsam immer weiter - und die SPD glaubt, damit, daß sie den Motor von einem der fest auf Deck verankerten Rettungsboote anwirft, könnte sie den Gang der Ding irgendwie beeinflussen;

die SPD veranstaltet gewissermaßen ein privates Wettrennen mit dem allgemeinen Niedergang in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft;

es mag durchaus sein, daß Gerhard Schröder in die Geschichte eingeht als derjenige,
der diese Agenda 2010 über die Parteitagsbühne gezogen hat,

aber umso schneller werden dann diejenigen kommen, die mit der SPD dann wieder da anfangen, wo sie hergekommen ist: vor 140 Jahren.
| Seite drucken