Freitag, 28 Februar 2003 | 38.09.059

Alarm - oder auch bald Krieg ? - am Lehrstellenmarkt !

Wie soll man das nur immer wieder fassen ? wiederum seit Jahren, seit Jahrzehnten, zeigt sich, daß die vergleichsweise kleine und praktisch immer wiederkehrende Hausaufgabe, genügend Lehrstellen zu beschaffen,

von der politischen Führung nicht gelöst wird, ohne daß erkennbar wird, wo es da eigentlich Schwierigkeiten oder gar Probleme gibt;

es geht jedes Jahr wieder von vorne los und bleibt jedes Jahr praktisch an der gleichen Stelle hängen, und jedesmal muß man sich prompt diese völlig unsinnigen Erklärungsversuche der Verantwortlichen anhören;

es ist wie play-back, als würde die Regierung immer wieder die gleiche Platte auflegen, bzw., soweit da immer wieder mal neue Figuren auftauchen, die Kaaraoke;

man muß sich das mal illustriert vorstellen : für eine Wahlniederlage übernimmt der Bundeskanzler spontan 'die Verantwortung' (???) - obwohl das nirgendwo gefordert, also reine Koketterie ist, Angeberei, Großtuerei, Einbildung ...;

aber für das, was in der Verfassung steht, also 'Der Bundeskanzler bestimmt die Richtlinien der Politik und trägt dafür die Verantwortung' ...

tut sich nichts, rein gar nichts, niemand übernimmt irgendeine Verantwortung, niemand zieht diejenigen, die laut Verfassung verantwortlich sind, zur Verantwortung,

obwohl vom verfassungsgemäß demokratisch gewaltengeteilten Prinzip her zumindest zwei weitere Persönlichkeiten die Verantwortung mit tragen,

nämlich der Bundestagspräsident und der Bundesverfassungsgerichtspräsident,

soweit nicht auch, vom repräsentativen Prinzip her, der Bundespräsident und der Bundesratspräsident;

und ganz abgesehen von denjenigen, die dann noch unter eigener Verantwortung ihre Hausaufgaben erledigen sollen;

aber es ist, allen Behauptungen zum Trotz, man könne oder dürfe oder solle die heutige Situation nicht mit Hitler ... vergleichen, eben doch wie damals:

trotz massiver Verluste an allen Fronten wie im Inneren durch den Bombenkrieg gibt 'der Führer' nicht auf, und Opposition existiert irgendwie gar nicht, einfach Fehlanzeige !

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Donnerstag, 27 Februar 2003 | 38.09.058

Kann sich Geschichte wiederholen ?

bzw. : können wir aus der Geschichte lernen ?

im Grunde genommen haben wir im Moment im Irak eine Situation, wie in Deutschland um den 20. Juli 1944,

d.h., die Frage ist : klappt das noch mit einer halbwegs friedlichen Veränderung der Herrschaftsverhältnisse aus eigener Kraft,

nach der dann zwar der (weitere) Krieg vermieden wird, sich aber im übrigen nicht viel ändert geschweige denn verbessert,

oder wird der Krieg (zu Ende) geführt und stellen die Amerikaner (nach dem voraussichtlichen) Sieg eine völlig neue konsequente Ausgangssituation und Ordnung her, wie eben in Deutschland dann 1945 (?)

objektiv kann überhaupt kein Zweifel daran bestehen, daß diese Entwicklung der bessere Weg war, für Deutschland, für Europa, für die Welt - so beklagenswert die Opfer und Schäden sind, die dieser Weg dann noch gefordert hat;

im Moment ist anscheinend nicht davon auszugehen , daß die Amerikaner diese neue Chance nicht erkannt hätten, sie nicht wahrnehmen, sondern ihrer Tradition treubleiben wollen.
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Das Problem unserer Tage liegt im Grundsätzlichen !

Wenn knallharte Kapitalisten sagen (würden), na gut, wir sind ja gar nicht so, wir sind bereit, unsere konsequente, reine, uneingeschränkte Marktwirtschaft politisch so zu gestalten, daß sie halbwegs sozial ist,

oder wenn konservative oder gar orthodoxe Christen sagen (würden), na gut, wir sind ja gar nicht so, tatsächlich und eigentlich lieben wir ja nur uns selbst, aber wir sind bereit, das politisch so zu gestalten, daß wenigstens halbwegs sowas wie Nächstenliebe dabei sichtbar wird,

dann ist das ja durchaus logisch und machbar und nur noch eine Frage des guten Willens, das dann auch tatsächlich zu machen; etwas abgeben ist ja ganz einfach und geht völlig problemlos und unbürokratisch etc.;

aber : umgekehrt kann das doch nie (!) funktionieren, d.h.:

wenn ebenso idealistisch wie ideologisch verblendete Sozialisten und Sonnenanbeter sagen, na gut, wir sind ja gar nicht so, wir sind bereit, unseren eigentlichen Wunderglauben politisch so zu gestalten, daß wenigstens halbwegs sowas wie Wirtschaft dabei läuft ...

- wo soll die denn dann herkommen ? es ist doch kein Wunder, daß die Staatswirtschaft dann tendenziell auf das Niveau der DDR bzw. des Tauschhandels zuläuft -

oder wenn unkonventionelle Atheisten mit der so genannten sozialen Gerechtigkeit kokettieren und sagen, na gut, wir sind ja gar nicht so, eigentlich wollen wir ja alles gesamt bzw. gemein und gleich etc. machen, aber wir geben zu, so ganz ohne Eigeninitiative, Eigenkapital, Eigentum etc. scheint das dann doch nicht zu laufen

- wo soll das denn dann herkommen ? es ist doch kein Wunder, daß jeder, der es zu was bringt, sich damit sofort ins Ausland absetzt oder sonst vor der Steuer flüchtet und/oder in die Schattenwirtschaft, in die Schwarzarbeit etc.;

und dann hetzt diese so genannte Regierung dauernd hinter denen her und verlangt, kommt zurück, und gebt das wieder heraus, etc.,

und bekanntlich kann dieses von anderen etwas verlangen und deswegen u.U. prozessieren etc. so lange dauern und so viel kosten, daß man am Ende möglicherweise, vom Risiko des Scheiterns also mal ganz abgesehen, den Prozeß sogar gewonnen hat, aber es ist nichts und niemand mehr da;

Pyrrhus läßt grüßen, bzw., m.a.W.: wir haben dann, trotz angeblicher bzw. formaler Demokratie, Zustände wie im Irak;

Schröder und Eichel haben dem Land praktisch schon den Todesstoß gegeben; mit Superminister oder sonstigen Superleuten wie Clement oder Gerster et al oder, wie allerneuestens mit derart albernen Vorschlägen vom Bund der Steuerzahler bezüglich eines so genannten Staatsausgabenabbaugesetzes, , so lustig diese Idee an sich auch ist, verläuft die Agonie nur umso schneller, das verkürzt nur gewissermaßen den Instanzenweg.
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Mittwoch, 26 Februar 2003 | 38.09.057

Die so genannte 'Entwaffnung' des Irak

Immerhin rund 500.000 haben in Berlin für den Frieden demonstriert, und welt-weit waren's Millionen,

das heißt, sie haben da-für demonstriert, daß man den Konflikt friedlch löst
- ohne allerdings zu sagen, wie im übrigen dann konkret ...; friedlich allein ist ja noch keine Lösung, sondern für sich gesehen Stillstand, Lähmung, Kaninchen vor der Schlange ... -

bzw., sie haben da-gegen demonstriert, daß insbesondere 'die Amerikaner' ihn auf ihre Weise lösen, mit nicht-friedlichen, konkret also mit militärischen Mitteln, mit Krieg bzw. mit Angriff, als bestem Mittel der Verteidigung;

das Paradoxe, und auch das Irrationale daran ist, daß eben diese Friedensdemonstrationen sowohl veranlaßt als auch sonst nur möglich sind ... unter dem Schutz der militärischen Kulisse (!)

und wahrscheinlich tut der Saddam Hussein weiter nichts, als abwarten und Tee trinken bzw. warten, ob oder inwieweit sich die Amerikaner von den Friedensdemonstrationen beeindrucken lassen

bzw. wie lange sie gegebenenfalls bereit und in der Lage sind, die militärische Kulisse aufrecht zu erhalten.


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Dienstag, 25 Februar 2003 | 38.09.056

Alle reden vom Frieden ...

bloß: keiner tut wirklich etwas da-für; Politik für Frieden und Sicherheit, für Freiheit und Selbstbestimmung, für einen halbwegs fairen, zivilisierten ..., wenn schon nicht (wenigstens Nächsten)liebevollen Umgang miteinander findet einfach nicht statt;

anscheinend ist man sich inzwischen weitgehend einig darin, daß gegen Saddam Hussein kein Krieg geführt werden soll; aber bisher hat keiner dieser Superpolitiker bzw. Hilfs-Sheriffs ihm ein sinnvolles Friedensangebot gemacht;

anscheinend sind sich auch alle darin einig, daß dieser Krieg, den Israel gegen die Palästinenser führt, gestoppt werden muß; aber auch hier ist kein Mensch bereit, dafür ein echtes Friedensangebot zu machen;

das heißt offensichtlich : solange die Geburtenrate in Israel höher ist als die Opfer, die zu beklagen sind, wird Israel bzw. läßt man Israel einen so genannten harten Kurs fahren,

inclusive ständiger Verschärfung der Lage, weiterer Ausdehnung der jüdischen Siedlungen in den Palästinensergebieten, ohne Aussicht auf einen freien und selbständigen Palästinenserstaat, geschweige denn Frieden im Nahen Osten;

wenn das nicht hirnverbrannt ist, was ist dann eigentlich hirnverbrannt ?

oder zum Beispiel Peter Struck's Reform der Reform der Reform ... der Bundeswehr: es sieht so aus, als sollten 40 Kasernen geschlossen werden, weil sie nicht mehr 'finanzierbar ...' (???) seien;

was hat das mit sinnvoller Politik zu tun, mit Politik für Frieden, Sicherheit und vielleicht doch auch Verteidigung, obwohl wir doch angeblich von lauter Freunden umzingelt sind,

geschweige denn mit Politik für die Interessen der Wirtschaft, für die Interessen der Gesellschaft und für die Interessen des Staates, regional, national, europal, global ??
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Montag, 24 Februar 2003 | 38.09.055

Was kommt da alles auf uns zu ???

Schröder in Berlin - Merkel in Washington - Saddam in Bagdad: einer hirnverbrannter als der andere;

die eigentliche Bedrohung, das unberechenbarste Risiko, die größte Gefahr ... droht uns nicht von außen, von Saddam und/oder wem auch immer in dieser Art,

sondern von innen,

von dieser infantilen Unfähigkeit, dem undemokratischen, verfassungswidrigen, kriminellen Verhalten unerer eigenen politischen Führung,

davon, daß sie weder mit Feinden noch mit Freunden den rechten Umgang pflegen kann

- was deshalb nicht recht wundert, weil sie diesen Umgang ja auch weder mit dem Volk, im allgemeinen, noch mit dem Wahlvolk, im besonderen,

ja nicht einmal mit den eigenen Parteifreunden sinnvoll pflegen kann -

und davon, daß sie nicht bereit ist, zu lernen, wie man seine politischen Hausaufgaben macht,
wie man die verfassungsmäßigen Pflichten erfüllt und wie an zu der übernommenen bzw. übertragenen Verantwortung steht.
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Sonntag, 23 Februar 2003 | 38.08.054

Kein Geld ... !

Wir wissen bereits: die Hauptursache für die Arbeitslosigkeit ist der Mangel an Arbeitsplätzen ! sagte (früher) Jagoda, sagt (jetzt) Gerster (praktisch hat sich also bisher überhaupt nichts verändert);

jetzt stellt sich heraus: die Hauptursache für den Rückgang der Scheidungen ist : der Mangel an Geld ! die Leute können sich eine Scheidung einfach nicht mehr leisten;

und wenn alles so weitergeht, können sich die Leute auch die Ehe bald nicht mehr leisten;

und die Hauptursache für den Rückgang der Geburtenrate ist dann ebenfalls nicht, daß bald mehr homo-Ehen geschlossen werden, als hetero,

sondern daß die Leute sich Kinder schlichtweg nicht mehr leisten können; vielleicht gerade noch, für einen halben Euro pro Tag, eine Patenschaft irgendwo in Südamerika, Zentralafrika oder Hinterindien ...;

die Hauptursache dafür, daß die Bundeswehr nicht zu einem effizienten wirtschafts-, gesellschafts- und friedens-politischen Instrument ausgestaltet wird, ist - dreimal dürfen Sie raten : der Mangel an Geld !

und die Hauptursache für unser PISA bzw. die Schieflage im Bildungswesen, ist natürlich auch der Mangel an Geld !

wohin wird das führen ?

immer mehr Leute kaufen (nur noch) bei ALDI ...
und immer mehr Leute lesen (nur noch) BILD ...

das heißt: die Politik dieser so genanten sozial-demokratischen Regierung führt zu einer systematischen Volksverarmung und Volksverdummung, von der Verarschung mal ganz abgesehen;

und so weiter !

und wo ist das Geld ?? es ist im Ausland !

und dann glaubt unser aller Ober-Finanz-Naivling Hans Eichel, da macht er einfach ein Gesetz und : schwups ist das Geld wieder da;

woher nimmt der Mann seinen Glauben ? es ist zwar richtig, daß der Glaube Berge versetzt - aber doch kein Geld ! nicht ein müder Euro wird sich da bewegen;

das Geld wird erst dann zurückkommen, wenn der Mann auf den Knien zu den Leuten hinrutscht und sie anfleht: bitte, bitte, bringt Euer Geld zurück, ich zahle Euch auch 25% mehr an Zinsen als Ihr im Ausland bekommt !

er darf dann natürlich nicht den Fehler machen - und er wäre ihm zuzutrauen - daß er verspricht: ... und im nächsten Jahr 35%.



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Freitag, 21 Februar 2003 | 38.08.052

Wieder ein Tag näher am Krieg ?

'Melde gehorsamst ...', sagte Donald Rumsfeld zu seinem Präsidenten - und die ganze Nation war dabei;

der Aufmarsch der US-Soldaten ist abgeschlossen, sie stehen zur Invasion bereit und sind, angeblich, auf alles(!) vorbereitet;

und trotzdem wird man das Gefühl nicht los, daß der Countdown eigentlich noch nicht begonnen hat;

irgendwie rechnet man immer noch damit, daß dieser Saddam Hussein das sich selbst und seinem Volk letztlich doch nicht antun wird;

aber: auch Hitler ist den Weg bis zum bitteren und allerletzten Ende gegangen, praktisch weil das eben alle mitgemacht haben;

immerhin: die einzigen, die sich wirklich bewegen, sind die Amerikaner; alle anderen warten mehr oder weniger gespannt oder gebannt, wie das Kaninchen vor der Schlange,

und, wenn die Amerikaner aufhören würden, sich zu bewegen, hätte automatisch wieder Saddam Hussein wieder das Heft in der Hand; sonst tut ja keiner was;

unterdessen spielt unser eigener Verteidigungsminister weiter mit seinen Zinnsoldaten:

es geht um die Reform der Reform der Bundeswehr - und das heißt sparen, sparen, sparen;

Hauptsache, es reicht noch für Afghanistan, denn Deutschland wird am Hindukusch verteidigt;

hoffentlich irren sich die Amerikaner nicht, wenn sie glauben, Amerika würde im Irak verteidigt.



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Donnerstag, 20 Februar 2003 | 38.08.051

Rechts-Staat etc. mal anders

(1) Wenn's nach dem Landgericht in München ginge, dann müßte der Ex-Bank-Vorstand Rolf Breuer dem Ex-Medien-Vorstand Leo Kirch Schadenersatz zahlen;

das kann eigentlich nicht sein, denn damit bekämen Geldwäsche bzw. organisierte Kriminalität eine ganz neue, rechtsstaatliche Dimension bzw., genauer gesagt, Perversion.

(2) Es ist immer wieder erstaunlich, wievel Arbeit die Arbeitslosigkeit als solche bzw. also das Thema Arbeitslosigkeit immer wieder hergibt,

allerdings ohne daß auch nur ein einziger Arbeitsloser etwas davon hat, weil die Arbeit von Leuten in Vollbeschäftigung und unter Leistung von Überstunden erbracht wird;

z.B. wenn Florian Gerster ein ganzes Buch schreibt über 'Arbeit ist für alle da' und gleich mehrere neue Wege in die Vollbeschäftigung sieht,

obwohl es doch objektiv diese bzw. solche Wege gar nicht geben kann, weil 'der Weg das Ziel ist';

(3) ... oder wenn Roman Herzog ein neues Institut gründet bzw. vorstellt, mit einer Initiative zur 'Zukunft der Arbeit'

(4) ... oder wenn der DGB eine ganze Offensive für Beschäftigung ankündigt;

(5) natürlich ist die Abeitslosigkeit nur eines von den vielen Themen, über die dauernd geredet, aber nichts getan wird, und sich deshalb die Gegebenheiten dauernd verschlechtern;

(6) Wolfgang Thierse z.B. redet über die Grundwerte für eine gerechte Weltordnung, obwohl diese Werte an sich eigentlich feststehen;

das Problem ist doch, daß diejenigen, die sich daran halten sollen, also die Verpflichteten und Verantwortlichen, sich nicht daran halten (wollen)

und daß die Mit-Verpflichteten bzw. Mit-Verantwortlichen weder die Verantwortlichen für verantwortlich halten noch selbst in die Bresche springen und die Verantwortung (mit) tragen;

(7) entsprechend kämpft Angela Merkel für Ehrlichkeit in der Politik - oder doch eher dafür, daß Lügen als letztes Mittel der Politik nicht ausgeschlossen werden kann ... ??
(sowas in der Art ist doch z.Z. gerade ein Top-Thema) ;

(8) offiziell ist Berlin wieder der Nabel der Welt ...; die Diskussionen werden aber beherrscht von der Frage: Hauptstadt im Rückwärtsgang ?

(9) und dann diese Bündnisse etc.: statt z.B. Demokratie und/oder Toleranz zu praktizieren, werden Bündnisse geschlossen, für Demokratie, und Toleranz;

das ist wie mit der Arbeitslosigkeit: statt sie zu beseitigen, wird ein Bündnis für Arbeit geschlossen, bzw. nicht mal das - auch darüber wird natürlich nur dauernd geredet.
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Mittwoch, 19 Februar 2003 | 38.08.050

Gibt es noch eine Chance für den Frieden ?

das ist eine jener ebenso sau-blöden wie schein-heiligen Fragen, mit denen sich die politische und mediale Welt auf ihrer virtuellen Bühne von Tag zu Tag mehr aufputscht, wenn nicht geradezu aufgeilt;

als ob es irgend etwas gäbe, was uns ernsthaft daran hindern könnte, auch militärische Operationen spontan zu stoppen und zu sagen:

o.k., o.k., wir sind ja ganz lieb und friedlich - außer uns selbst natürlich;

d.h., es gibt immer und grundsätzlich eine Chance für den Frieden, man müßte nur endlich mal Politik für einen solchen Frieden machen;

aber diese Seite der Medaille, man könnte auch sagen: die positive Seite, wird von der politischen Führung wie auch von den Medien ja praktisch nicht bedient;

es geht immer nur um 'bad news is good news', nur um das Negative, also, z.B., um Krieg führen oder Krieg vermeiden, als wäre etwas weniger Krieg oder eben nicht Krieg führen schon der Frieden;

wenn sich die Europäische Union z.B. etwas konsequenter der Aufnahme der Türkei widmen würde, dann könnte man sagen:

na gut, dann nehmen wir den Irak und Kuweit gleich mit - und schon wäre das ganze Problem erledigt;

man hätte dann, relativ schnell, einen durchgehenden, einheitlichen Wirtschaftsraum, in dem man sich nach Herzenslust auch in Beug auf Demokratie und Menschenrechte etc. austoben könnte -

und die Amerikaner garantieren, für eine gewisse Zeit, statt 'wüsten' Kriegskulissen, Frieden und Sicherheit.

Näheres und weitere Einzelheiten gern auf Anfrage.
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Dienstag, 18 Februar 2003 | 38.08.049

Die so genannte Irak-Krise

Auch wieder so eine Augenwischerei, Verharmlosung, Verniedlichung, Irreführung, Täuschung ...,

denn genau genommen hat sie ja nicht der Irak, sondern 'wir' haben die Krise;

die entscheidende Frage ist doch nicht, welche Risiken gehen wir ein für den Fall, daß der Krieg 'statt'findet,

sondern, welche Risiken gehen wir ein für den Fall, daß er 'nicht' stattfindet;

dauernd wird über eine gemeinsame europäische Außenpolitik spekuliert, 'gegen' den Krieg und wen oder was sonst nicht alles,

und daß das nicht so klappt, wie bestimmte Leute, die gern das uneingeschränkte Sagen-haben für sich in Anspruch nehmen, sich das so vorstellen;

wo soll die denn herkommen, wenn so etwas nicht eingebettet ist in Bemühungen um eine gemeinsame Politik 'für' Frieden, Demokratie, Souveränität ... der Gesellschaften
und Freiheit, Sicherheit, Selbstbestimmung ... der Individuen ???

daß es immer wieder Leute geben wird, wahrscheinlich schöpfungs-bedingt, die un-bedingt Krieg spielen wollen, wie auch Leute, die das unbedingt verhindern wollen, ist doch
zusammen (!) nur die eine Seite der Medaille;

die andere Seite der Medaille ist - und nur dadurch entstehen die Ungleichgewichte - daß, nach wie vor, und wahrscheinlich auch schöpfungsbedingt,

offensichtlich niemand derjenigen, die Gewalt innehaben
- tatsächlich und nicht nur auf dem Papier, und sei es eine Verfassung
- sei es selbstherrlich oder gewaltengeteilt ...

daß also niemand von diesen Leuten, diesen Geisteskranken, Schwachsinnigen, Hirnverbrannten, Kriminellen oder was auch immer in dieser Art, bereit ist,

sinnvoll, professionell und verfassungsgemäß Politik 'für' Frieden ... (.o.) zu machen,

sondern im Gegenteil Demokratie und Verfassung, Interessen und Wünsche des Volkes nach allen Regeln der Kunst von der politischen Führung mißbraucht und pervertiert werden,

und daß da'für' bzw. da'gegen' eben auch niemand auf die Straße geht und demonstriert, geschweige denn Widerstand leistet;

dauernd wird darüber diskutiert, ob Krieg als 'letztes' Mittel der Politik ausgeschlossen werden soll oder nicht;

diese Diskussion ist und bleibt doch ein Dauerbrenner bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag,

solange niemand bereit ist, die Bemühungen um die 'Herstellung' von Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit (...) als Mittel der Politik an die 'erste' Stelle politischer Pflichten und Verantwortung zu stellen,

solange darüber nicht mal diskutiert, geschweige denn gehandelt wird.
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Montag, 17 Februar 2003 | 38.08.048

Krieg und / oder Frieden ! ?

Gibt es das : ein bißchen Frieden ? - oder gibt es das genauso wenig wie 'ein bißchen schwanger' ??


Mühelos schafft dieser Kanzler die Wende, schafft die SPD den Sprung ... von der uneingeschränkten Solidarität zur bedingungslosen Illoyalität.


Alle wollen Saddam Hussein entwaffnen, immerhin, denn so selbstverständlich ist soviel Einigkeit ja nun auch wieder nicht;

noch halten sich offensichtlich die USA für stark genug, diese Aufgabe zu übernehmen;

statt daß nun die so genannten Verbündeten diese Stärke absichern, flankieren, stützen ... und, im Interesse von durchaus denkbaren Alternativen interpretieren,
modifizieren, moderieren ...

machen sie in ihrem Kinderglauben diese Situation kaputt, lassen dieses Fenster, das sich da vielleicht gerade noch rechtzeitig geöffnet hat, vorüberziehen,

weil sie einfach unfähig sind, sich aus ihrer ideologischen Verblendung und ihrem politischen Dilettantismus zu lösen

und zu begreifen, daß diese Art von Appellieren und Inspizieren etc.

nicht nur bereits in diese schon fast ausweglose Situation ge-führt sondern sich auch als völlig untaugliches Mittel zur Lösung der Situation erwiesen hat;

jeder Tag, den die Amerikaner zur weiteren Vorbereitung des Krieges verwenden, ist für Saddam Hussein von unschätzbarem Wert - weil der ja genau das Gleiche und mindestens genauso verbissen tut.
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Sonntag, 16 Februar 2003 | 38.07.047

Freundschaft, Solidarität ... mit Amerika

In der Sozialpolitik gilt es als unumstritten, daß man die Schwachen nicht stärken kann, wenn/indem man die Starken schwächt;

es ist nichts erkennbar, wieso das nicht auch in der Außenpolitik bzw. allgemein unter wie auch immer Verbundenen bzw. Verbündeten gelten sollte;

m.a.W.: dieser so genannte 'Deutsche Weg' beweist wiederum und auch in diesem Falle nichts anderes,

als diesen katastrophalen Schwachsinn, diesen unbeschreiblichen Dilettantismus und die kriminelle Energie,

mit der unsere eigene politische Führung die verfassungsmäßige Ordnung beseitigt
bzw. die Demokratie mißbraucht und pervertiert;

noch wird weder geschossen noch 'zurückgeschossen' und noch kann man davon ausgehen, daß 'die Amerikaner', wenn sie denn anfangen würden zu schießen,

'Verluste' unter der Bevölkerung des Irak mit derselben Akribie zu vermeiden versuchen würden wie eigene Verluste;

demgegenüber kann man davon ausgehen, daß die Zahl an Opfern unter der Bevölkerung durch die Amerikaner

in jedem Falle geringer sein würde als die Zahl derjenigen unter seinen Landsleuten,
die Saddam Hussein auch ohne Krieg in den nächsten Jahren noch selbst umbringen würde.
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Samstag, 15 Februar 2003 | 38.07.046

Krieg - oder nicht Krieg (?) genau das ist eben nicht die (eigentliche) Frage !

Das Problem ist doch nicht, daß jetzt plötzlich alle 'gegen' den Krieg sind,

sondern daß vorher und auch jetzt niemand etwas 'für' den Frieden getan hat bzw. tut;

das sind doch zwei völlig unterschiedliche Sachen;

die eigentliche Alternative ist nicht 'make love, not war', sondern 'make peace, not war' ... - damit wir in Ruhe und Frieden Liebe machen können;

es geht doch letztlich oder auch vorrangig um die Wahrung und Wahrnehmung demokratischer Interessen und Wünsche;

mit 'make love, not war' allein bzw. der reinen, alleinigen Aufforderung dazu ist es doch nicht getan

und mit mehr oder weniger unterhaltsamen oder sportiven love parades oder sonstigen (Friedens)Demonstrationen
ebenfalls nicht

und mit einfach nur beten schon gar nicht;

entsprechend dieser Jahreswirtschaftsbericht : alles 'wartet ...' auf irgendeine Konjunktur,

und redet und diskutiert und streitet ... darüber, was für einen 'konjunkturellen Aufschwung' (?) getan werden könnte, sollte, müßte, ...

und schreibt Bücher, über die dann auch wieder nur geredet, diskutiert und gestritten wird,

aber niemand tut wirklich etwas von all dem, was an Vorschlägen und Möglichkeiten auf dem Tisch liegt, außer eben immer wieder reden, diskutieren, streiten, schreiben ...;

das Problem ist doch, daß die Wirtschaft als solche nicht läuft ...;

das ist wie wenn jemand im Auto sitzt und dauernd schneller fahren will - dabei läuft der Motor noch gar nicht;

wenn man die Gesamtwirtschaft bzw. die diesbezügliche Wirtschafts-Politik als 'eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb' sieht,

dann werden Teile dieses an sich voll funktionsfähigen Betriebs einfach nicht 'betrieben',

die Politik macht, erledigt nicht ihre Aufgaben, nimmt ihre Pflichten nicht wahr, Politik findet einfach nicht statt,

und da nützt es auch nichts, daß irgendwer dann 'die Verantwortung übernimmt',

weil das wiederum nur Ausdruck dieses hirnverbrannten Schwachsinn ist,

soweit eben nicht absichtlicher, vorsätzlicher, rechts- und verfassungswidriger krimineller Energie bzw. Beseitigung der verfassungsmäßigen Ordnung,

denn genauso hirnverbrannt verhält sich die politische Führung grundsätzlich und auf praktisch allen anderen Politikfeldern auch.
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